Wildschweine im Stadtgebiet

 

Was suchen die Wildschweine in unseren Wohngebieten?
In erster Linie Nahrung. Wildschweine sind Omnivore, also Allesfresser und es steht sowohl pflanzliche als auch von tierische Nahrung auf dem Speiseplan. Der Speisezettel ist recht vielfältig und die Nahrung besteht je nach Angebot aus Klee, Gras, Brennnessel, Blätter, Eicheln, Bucheckern, Früchte wie z.B. Äpfel, Getreide, Mais, Kartoffeln, Schnecken, Würmer, Insekten und ihre Larven, Kleintiere wie z.B. Mäuse, Eier aus Nestern von Bodenbrüter, aber auch Aas. So ist ein Komposthaufen am Ende des Gartens, die Abfalltonne in Grünanlagen, aber auch der frisch gemähte Rasen in Parks, oder auf Friedhöfen, welcher dann nach Schnecken, Insekten und Würmer durchsucht wird, ein lohnenswertes Ziel für Wildschweine. © Frank Siegwarth / wildschweine.net
Dieser Fall tritt vor allem dann ein, wenn in ihrem normalen Lebensraum das Nahrungsangebot unzureichend ist. In Berlin halten sich Wildschweine überwiegend in den Randbereichen der Stadt auf. Besonders bei trockenen und warmer Witterung zieht es die Tiere in diese Außenbezirke. Speiseabfälle, welche die Tiere in den Wohngebieten finden, bieten eine zusätzliche alternative Nahrungsquelle. Mit dem sogenannten Wurf, der Schnautze des Wildschweins, brechen die Wildschweine den Boden auf und drücken Zäune hoch, um an ihr Ziel zu gelangen.
© Frank Siegwarth / wildschweine.net
Die sogenannten Stadtwildschweine sind Wildschweine von Rotten die sich das ganze Jahr über im Randgebiet der Stadt aufhalten. Diese Rotten werden durch ungesicherte Komposthaufen, Speisereste und Fütterung durch Anwohner begünstigt, so dass ein Wechsel in einen Lebensraum außerhalb der Stadt für die Tiere nicht lohnend ist.
© Frank Siegwarth / wildschweine.net
Ein weiterer Grund des Aufenthalts von Wildschweinen in Wohngebieten kann aber auch die Jagd sein. Wildschweine sind äußerst clever und können sich bestens an Orte, Personen und Situationen erinnern. So wissen sie auch zu Zeiten der Jagd, dass sie in Gärten und Parks eine relative Sicherheit genießen, da dies sogenannte befriedete Gebiete sind.

Frischlinge mit ca. 8 - 10 Wochen in einer Grünanlage
Vorsicht, die Bache ist nicht weit!
© Foto: Jens Linke, Berlin

Bache im Sommerfell in einer Grünanlage in einem
Außenbezirk von Berlin.
© Foto: Jens Linke, Berlin
gestreifter und weißbunter Frischling mit ca. 8 - 10
Wochen in einer Grünanlage.
© Foto: Jens Linke, Berlin

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