Die Spuren der Wildschweine
Im Schweinsgalopp auf Trampelpfaden unterwegs
Wildschweine haben wie viele Tiere ihre festen Wege. Diese Wege führen beispielsweise an einer bestimmten aus dem Wald heraus auf ein Feld. Solche immer wieder von Wildtieren benutzten Wege nennt man Wechsel. An ihnen findet also ein Wildwechsel statt. Daher kommt auch wohl der Name des Verkehrzeichens Wildwechsel, denn hier wechselt das Wild von einer Straßenseite auf die andere. Solche Schilder werden nicht ohne Grund aufgestellt, denn an solchen Stellen ist in der Tat damit zu rechnen, dass Wild auf die Fahrbahn tritt! © Frank Siegwarth / wildschweine.net
An vielen Stellen kann man richtige Trampelpfade erkennen. Meist finden sich an dieser Pfaden auch Hufspuren, sogenannte Trittsiegel, der Wildschweine. Je nach Bodenbeschaffenheit sind diese gut zu erkennen. Sie bestehen aus einem größeren und stärkeren Abdruck den beiden vorderen Hufen, oder auch Schalen genannt. Dahinter läßt sich der weniger starke und ausgeprägte Abdruck der sogenannten Afterklaue erkennen (siehe Zeichnung). © Frank Siegwarth / wildschweine.netDem Fachmann ist es anhand des Trittsiegels möglich, das ungefähre Alter und das Gewicht bestimmen. Als Faustformel gilt hier pro 1cm Länge ca. 10 Kg Gewicht des Wildschweins. So wäre ein Wildschwein das ein Siegel von 5 cm hinterläßt ca. 50 Kg schwer. Gemessen wird dafür nur der kräftigere Abdruch der Schalen. © Frank Siegwarth / wildschweine.net
Trittsiegel eines Wildschweins - der Abdruck der Afterklaue ist leider nicht gut zu sehen
Dieses Trittsiegel eines Wildschweins mißt ca.5,5 cm und würde nach der Faustformel ca. 55 Kg wiegen. Gemessen wird nur der Schalenabdruck. Die hinteren Afterklauen bleiben unberücksichtigt.Schweinekram - auch ein Borstentier muß einmal
Die Exkremente von Wildtierennennt man Losung. Diese Losung sind braune bis schwarze beerenartige Kothaufen von meist fester Substanz, seltener breiige Konsistenz. Diese "Beeren" können mehrer Zentimeter dick sein, je abhängig von der Größe des Exemplares. Wildschweine machen übrigens nicht einfach irgendwohin, denn sie haben besondere Kot und Harnplätze, diese meist benutzen. © Frank Siegwarth / wildschweine.net





