Die wilden Schweine aus unseren Wäldern

Das Wildschwein wird in der Bevölkerung meist mit Vorurteilen belastet. So lastet ihm, wie den anderen Schweinerassen übrigens auch, der Ruf an, dumm, faul und stinkend zu sein. Des weiteren wird ihm eine besonders bösartige Aggressivität zugeschrieben.

All diese Vorurteile der Menschen gegenüber dem Wildschwein beruhen auf mangelnder Information und man ist offenbar auch gar nicht gewillt, das Tier Wildschwein besser zu verstehen.Wildschweine werden als Schädling deklariert und in manchen Regionen gnadenlos gejagt.

Die Medien tun ihr übriges dazu, denn wann gibt es positive Schlagzeilen zum Wildschwein?

Titel wie „WILDSAU lief AMOK“ oder „WILDSCHWEINE zerstörten Gärten“ oder „MENSCH von WILDSCHWEIN angegriffen“ regieren die Schlagzeilen und tragen zur Rufschädigung bei.
Leider möchte sich kaum jemand mit diesem Thema beschäftigen und das Image in eine positive und verständnisvolle Sichtweise zu rücken.
Offenbar hat man Angst davor, das alt Dahergebrachte zu revidieren und die Sichtweise zu verändern.

Je mehr man sich intensiv mit den Wildschweinen beschäftigt, um so mehr ist man von diesen wunderbaren Tieren fasziniert! 

Mit diesen Zeilen soll mit einigen Vorurteilen aufgeräumt und das Gegenteil bewiesen werden.

Wildschweine sind äußerst intelligente Tiere, mit denen die Leser/innen hier bekannt gemacht werden sollen.

In der Hoffnung, dass Sie nach dem Lesen das Wildschwein besser verstehen und ihm mit mehr Sympathie und Verständnis begegnen, wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen der einzelnen Kapitel.

Die Nahrung der Wildschweine

Wildschweine sind Omnivoren, also Allesfresser (ca. 90% pflanzlich und 10% tierisch). Sie ernähren sich von z.B. Gräsern, Klee, Löwenzahn, Eicheln, Bucheckern, Pilzen, Fallobst, Brennnessel, Mais, Kartoffel, Würmern, Schnecken, Engerlingen, Insekten und deren Larven u.s.w.. Es kann allerdings auch mal ein Kleinsäuger wie z.B. eine Maus, oder ein Bodenbrüter auf dem Speiseplan stehen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Kastanien hingegen stehen nicht auf dem Speisezettel.

Die Ausnahme bei den Kastanien bilden die Maronen.
Wildschweine fressen nicht alles, was ihnen vor den Rüssel kommt, denn man hat es mit ausgesprochenen Feinschmeckern zu tun, welche bei entsprechendem Nahrungsangebot sehr wählerisch sein können.

In unserer modernen Zeit haben Wildschweine auch alternative Nahrungsquellen erschlossen. So können Gartenabfälle und Speisereste durchaus etwas Verwertbares für Wildschweine enthalten. Es kann also passieren, dass die Wildschweine Komposter, oder Mülltonnen umwerfen, wenn sie etwas für sie Interessantes darin vermuten.

Der Schnauze des Wildschweins ist ein ganz erstaunliches Werkzeug. Der Waidmann bezeichnet diese Kombination der Grab- und Wühlwerkzeuge als Gebrech. Deshalb wird das Umgraben des Bodens als Brechen bezeichnet.

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