Warum liegen Wildschweine so oft im Matsch?

Was finden eigentlich alle Schweine so toll an einem Schlammbad?

Ganz einfach!

Alle Schweine, also auch die Wildschweine, haben keine Schweißdrüsen und können deswegen nicht schwitzen. An heißen Tagen suchen sie sich Abkühlung, indem sie sich ein Loch in den Waldboden graben und sich hinein legen, oder noch besser ein Schlammbad nehmen.
Der Spruch „schwitzen wie ein Schwein“ ist also falsch!

Neben der Abkühlung verschaffen sich die Wildschweine auf diese Art noch ihre spezielle Körperpflege, denn der Matsch ist gut gegen Zecken, Läuse und Mückenstiche.
So ein Schlammloch ist also sozusagen das Badezimmer des Wildschweins.

Wildschweine suhlen bei heißem Wetter,
weil sie nicht schwitzen können!

Nach einem solchen Schlammbad ist natürlich das Fell ganz schön zugematscht. Wenn der Matsch trocknet, bildet er eine richtig dicke Schicht. Um diese wieder wegzubekommen, reibt sich das Wildschwein an einem Baum. Meistens benutzen sie bestimmte Bäume dafür. Das sieht man dem Baum dann auch oft an, denn an diesem hat das Wildschwein die Rinde etwas weggeschubbert.
Solche Bäume nennt man Mahlbäume.

Diese werden auch benutzt, wenn es einfach mal juckt.

Frau Wutz schubbert so fest, dass der ganze Baum wackelt – Wildschweine kratzen und reiben sich an so genannten Mahlbäumen

Stinken Wildschweine wirklich?

Die Wildschweine selbst stinken eigentlich nicht. Was im Wildpark oftmals so streng riecht, sind die Hinterlassenschaften der Wildschweine, die sich mit Matsch vermischen. Also Wildschweinpipi und Matsch. Zwar können Wildschweine einen eigenen Geruch haben, aber der ist nicht unangenehm.

Wildschweine machen auch nicht einfach überall hin. Sie haben spezielle Stellen, die sie dafür benutzen, also eine Art Wildschwein-WC.
Was noch recht übel riechen kann ist, wenn Herr Wutz, also ein Keiler, in der Rauschzeit (siehe „die Hochzeit der Wildschweine“) sein Revier markiert.

Frau Wutz im Wildschwein-WC – Wildschweine haben in 
der Tat eine Art Toilette, nur ohne Schild

 

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